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Älter werden bedeutet heute zum einen länger aktiv, mobil und unternehmungsfreudig zu sein und sich engagieren zu können, also ein aktiver Teil der Gesellschaft zu bleiben. Zum anderen sind vor allem Menschen in hohem Alter auf Hilfe angewiesen, beispielsweise wenn sie von Einsamkeit betroffen sind, krank oder pflegebedürftig werden.

Die individuelle Lebensführung, medizinische und soziale Netzwerke können die Lebensqualität älterer Menschen erheblich beeinflussen. Der medizinische wie der ökonomische Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte bilden die Basis dafür, dass heute viele Menschen einen großen Teil ihres Lebensabends unabhängig und eigenverantwortlich gestalten können. Mit steigendem Alter nehmen aber oft auch die gesundheitlichen und pflegerischen Risiken zu.

Um möglichst vielen Menschen auch in Alter weiterhin ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, sind entsprechende Strukturen notwendig. Dies schließt die Wohnung, Angebote zur Versorgung im näheren Umfeld, aber auch die Begegnung mit anderen Menschen und die Möglichkeit zur Teilhabe ein. 

Daher beschloss der  Rat der Stadt Oberhausen im November 2018 die Einrichtung und Finanzierung von Quartiersbüros  in den Sozialräumen. Die Büros sind in Kooperation mit lokalen Trägern (AWO, Caritas, Rotes Kreuz, Gute Hoffnung Leben, pro wohnen international e.V., Lebenshilfe) organisiert worden und dienen als Erstanlaufstellen für SenioreInnen und Angehörige. Die Federführung obliegt der Stadt Oberhausen, Bereich Chancengleichheit. 

Unterzeichnung der Kooperationsverträge mit Strategiedezernent Ralf Güldenzopf (sitzend rechts) und Vertretern der Träger der Quartiersbüros. 

Corona-
SchutzImpfungen

Die Quartiersbüros unterstützen Seniorinnen und Senioren bei der Vereinbarung von Corona-Schutzimpfungsterminen bei den öffentlichen Impfstellen in ihrem Stadtteil. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte telefonisch an die Koordinatorinnen in Ihrem Quartiersbüro.

Kooperation

Um weiteren Anforderungen gerecht werden zu können, bekommen die Quartiersbüros Unterstützung vom Zentrum für Ausbildung und berufliche Qualifikation Oberhausen e.V. (ZAQ), das seit mehr als 36 Jahren Menschen jeden Alters bei der beruflichen sowie persönlichen Weiterentwicklung begleitet und bewusst soziale Verantwortung übernimmt.

Die Mitarbeitenden des ZAQ unterstützen SeniorInnen: Von der Übernahme alltäglicher Aufgaben wie Einkaufen oder die Begleitung zu Terminen, über die Planung und Durchführung verschiedener Kultur- und Freizeitveranstaltungen, bis hin zur Übernahme ergänzender Aufgaben in der Wartung und Instandhaltung ist alles möglich. Das Hauptziel ist hierbei, die älteren MitbürgerInnen in der Gestaltung ihres Alltags zu begleiten und sie weiterhin bestmöglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Bei Fragen zur Vermittlung von Diensten wenden Sie sich bitte an Ihr Quartiersbüro.

>> Download ZAQ Info-Flyer

Computer-Tablet-Smartphone

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Neues Quartiersbüro in der Innenstadt 

Coronabedingt eröffnet das Quartierbüro Innenstadt erst jetzt offiziell seine Tür. An der Nohlstraße 40 beraten Mitarbeiterinnen Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige zum Thema Leben im Alter in deutscher und türkischer Sprache.

„Dies ist eine deutliche Verbesserung für die älteren Menschen in der Innenstadt“, freut sich Nese Özcelik, vom Bereich Chancengleichheit – Leben im Alter – der Stadt Oberhausen über die Präsenz eines Quartiersbüros in der Innenstadt. „Damit sind wir noch näher an denen, die wir unterstützen möchten.“

Bislang war das Quartiersbüro Mitte/Styrum der Stadt Oberhausen in Zusammenarbeit mit dem DRK nur in der Grenzstraße 32 vertreten. Mit dem neuen Büro ist jetzt auch eine fußläufige Erreichbarkeit für die Senior*innen aus dem Bereich der Innenstadt gegeben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unterseite des Quartiersbüros Mitte/Styrum

SeniorInnen-konferenz

Was sich ältere Menschen wünschen

Was bewegt die Oberhausener Seniorinnen und Senioren in ihren jeweiligen Quartieren? Antworten auf diese Frage gab es bei der ersten Oberhausener SeniorInnenkonferenz, die Ende August stattfand. Insgesamt 60 ältere Menschen diskutierten in den sechs Oberhausener Quartiersbüros und sammelten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Büros sowie dem Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Ercan Telli, dem Strategiedezernenten, Ralf Güldenzopf, und der Leiterin des Bereichs Chancengleichheit, Britta Costecki, Ideen. Dabei wurde klar, dass die Bedürfnisse je nach Quartier durchaus verschieden sind. Während man sich in Oberhausen Mitte/Styrum preiswertere seniorengerechte Wohnungen wünscht, hätten die älteren Menschen in Sterkrade-Mitte in den Abendstunden gerne mehr Polizeipräsenz, aber ein größeres Angebot an Tagesausflügen. Weitere Ideen aus den anderen Quartieren: besser erreichbare Arztpraxen, Ausbau von Sportangeboten, verbesserte Einkaufsmöglichkeiten, Spielenachmittage, die Einrichtung eines generationenübergreifenden Runden Tisches, mehr Kulturangebote zum Mitmachen. 

 In einem dreiminütigen Film sind die 1. Oberhausener SeniorInnenkonferenz und ihre Ergebnisse festgehalten. 

Wie geht s weiter?

Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der sechs Quartiersbüros greifen nun die gesammelten Ideen auf und verfolgen sie weiter. Dies wollen sie gemeinsam mit Vereinen, Einrichtungen und Organisationen tun, mit denen sie in ihrem jeweiligen Quartier gut vernetzt sind. Außerdem werden — bei Bedarf — Stadtverwaltung, Politik und Seniorenbeirat angesprochen und eingebunden.

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Gesamtkoordination
Stadt Oberhausen
Bereich Chancengleichheit/Leben im Alter
Dipl.-Ing. Nese Özcelik
nese.oezcelik@oberhausen.de
Tel. 0208 825 3967